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Der Umgang mit pseudepigraphen Schriften in der modernen Theologie

von Tim Schedel Speziell für den Protestantismus und sein reformatorisches Schriftprinzip hat die Bibel als norma normans eine besondere Gewichtung. Ihr konnte, als göttlich inspirierte Schrift, argumentativ schwer begegnet werden. Allerdings benötigte sie dazu einen integren Textbestand. Sprich die Texte sollten von denjenigen Autoren stammen, die in den Schriften suggeriert wurden. Ein absichtliche Täuschung der Autorenschaft eines biblischen Schriftstücks stellte für den Protestantismus den worst case dar, da der theologischen Diskussion damit jeder Boden entzogen war. Spätestens mit der Anzweiflung der Echtheit des 1Tim durch F.D.E. Schleiermacher im Jahre 1807 wurde das Thema der Pseudepigraphie für die Theologie zu ... mehr

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